Für Eltern

Sprachentwicklungsstörungen (SES) betreffen ca. 7-10% jedes Geburtenjahrgangs und sind ab 3 Jahren manifestiert (Conti-Ramsden, 2003, 2009). Im Alter zwischen 2 und 3 Jahren kann sich die SES bereits durch ein erhöhtes Risiko zeigen, bei dem die Kinder eine Phase des verlangsamten Wortlernens aufweisen, sodass diese Kinder bereits je nach Störungsschwere relativ gut von anderen Kindern unterschieden werden können (Conti-Ramsden, 2003; Sachse, 2007). Etwa 1/3 der Kinder holt seine sprachlichen Verzögerungen bis zum 3. Geburtstag wieder auf. Dennoch zeigt ein Teil von diesen Kindern Schwierigkeiten im späteren Lese-Rechtschreiberwerb. Ein weiteres Drittel der Kinder zeigt eine anhaltende SES mit sprachlichen Symptomen. Das letzte Drittel holt im weiteren Verlauf seine sprachlichen Defizite auf, zeigt allerdings weiterhin schwache Sprachleistungen (Kauschke, 2017). Aktuell ist noch nicht vorhersehbar, welchen Kindern ein Aufholen gelingt und welchen nicht. Aus diesen Gründen ist eine frühzeitige Abklärung der sprachlichen Fähigkeiten beim Kinderarzt und Logopäden notwendig, um bei Bedarf rechtzeitig intervenieren zu können.

In der logopädischen Behandlung werden in kindgerechten und natürlichen Situationen die fehlenden sprachlichen Strukturen dem Kind angeboten, sodass Verarbeitungsprozesse angestoßen werden, die im Kind unbewusst und ohne mentale oder körperliche Belastung für das Kind ablaufen. Oft haben die Kinder das Gefühl, zum Spielen und nicht zur Therapie zu gehen.

Besteht bei Ihrem Kind möglicherweise eine Late-Talker-Symptomatik, die Sie abklären lassen möchten? Möchten Sie uns gleichzeitig  mit einer Teilnahme am Projekt unterstützen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu den Projektmitarbeitern auf.

Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Irmhild Preisinger Wissenschaftliche Mitarbeiterin OTUS Projekt / Logopädin (M.Sc.) +49 (0)381 8087-123 i.preisinger@eufh.de